Hackfleisch mit dem eigenen Fleischwolf selbst machen

Was ist Hackfleisch?

Egal ob Mett, Schabefleisch, Gehacktes oder Fashiertes. Es gibt viele Verschiedene verschiedene Arten von Hackfleisch, doch was ist der Unterschiede? und warum lohnt es sich es selbst herzustellen?

Die genaue Definition von Hackfleisch besagt, dass es sich zwischen grobe oder fein gehacktem Muskelfleisch mit einem maximalen Salzanteil von 1 % handelt. Im Mittelalter war es eine Speise, die vor allem der höheren Gesellschaft und dem Hof zugesprochen war, da es damals ohne die heutigen Maschinen eine sehr anspruchsvolle Aufgabe war, Hackfleisch herzustellen.

Verschiedene Fleischarten für das perfekte Hackfleisch

Hier sind vor allem das Schweinehackfleisch, Rinderhackfleisch oder die Mischung aus beidem bekannt. Wo das Schweinehackfleisch, meist bestehend aus Teilen der Schulter oder Brust einen maximalen Fettgehalt von 35 % enthalten darf, besteht das Rinderhackfleisch aus der Schulter und Brust nur aus höchstens 20 % Fett. Die hälftige Mischung aus beidem liegt insgesamt bei höchstens 30 % Fettgehalt.

Nicht so bekannt sind das Lammhack ( maximaler Fettgehalt von ca. 20 %) und das Geflügelhack (maximaler Fettgehalt von 9%), welche aber mittlerweile schwer im Kommen sind.

Wofür sollte man welches Hack verwenden?

Das Schweinehackfleisch eignet sich durch seine grobe Form besonders als Mett, selbstgemachte Würste oder auch Buletten.

Das Rinderhack wird oft für Bolognese, Chili con Carne oder auch für Buletten benutzt.

Die Alternativen Lammhack und Geflügelhack werden aufgrund ihres andersartigen Geschmacks oft für Häppchen oder Füllung von Gemüse verwenden.

Warum sollte ich mein Hackfleisch überhaupt selbst machen?

Es gibt viele Vorteile warum man sein Hackfleisch selbst zubereiten sollte. Vorrangig weiß man dann ganz genau, aus welchem Fleisch sein Hackfleisch besteht. Man kann sich in aller Ruhe jedes Stück Fleisch aussuchen und sieht die Qualität des Fleischs, was bei schon fertig gehacktem sehr schwer nachzuvollziehen ist.

Des Weiteren ist der Fettgehalt durch die verschiedenen selbst wählbaren Fleischkomponenten frei bestimmbar und kann somit auf jeden Geschmack explizit abgestimmt werden.

Außerdem gibt es nichts besseres als ganz Frisches Fleisch. Die schon fertig verpackten Hackfleischportionen im Supermarkt haben oft schon einen Tage langen Transport hinter sich, sie sind zwar noch genießbar aber wer einmal selbst gemachtes frisches Hackfleisch probiert hat, will es nicht mehr missen.

Und zu guter letzt sollte man den Spaßfaktor nicht außer Betracht lassen! Es ist bedeutend aufregender und spaßiger sich selbst das Gehacktes herzustellen, als gelangweilt im Supermarkt vor brummenden Kühlregalen zu stehen und sich planlos eine Packung Hackfleisch in den Einkaufswagen zu packen!

Was brauche ich um selbst Hackfleisch herzustellen?

Zuerst brauchst du von deinem Metzger des Vertrauens frisches Fleisch zum verarbeiten. Es eignen sich am besten die Bereiche Schulter und Brust für die Weiterverarbeitung zum Hackfleisch. Außerdem wird ein Fleischwolf aus Metall oder ein Küchenhelfer mit Fleischwolfaufsatz benötigt. Zu guter letzt wird auch noch eine Schüssel benötigt.

Wenn ganz sicher gegangen werden soll, dass das Fleisch auch hygienisch hergestellt wird, sollte der Fleischwolf vorher abgekocht, desinfiziert und für 12 Stunden ins Tiefkühlfach gelegt werden. So vermeidet man, dass auch nur ein Keim überlebt hat und geht auf Nummer sicher.

Sobald alle Materialien vorhanden sind, können die Vorbereitungen beginnen. Zuerst sollte das Fleisch für ca. 45 Minuten ins Gefrierfach gelegt werden. Dies hat den einfachen Hintergrund, dass es in einem angefrorenen Zustand nicht zerquetscht beim Schneiden und es so die Arbeit bedeutend erleichtert.

Das Fleisch sollte nun in kleine Stücke (ca. 6-7 cm) geschnitten werden. Sobald dies erledigt ist, kann der Fleischwolf in Betrieb genommen werden. Hierbei sollte darauf geachtet werden, dass er Fest steht und alle Sicherheitshinweise eingehalten wurden, damit eine Verletzung ausgeschlossen werden kann.

Nachdem man die Schüssel unter die Öffnung des Fleischwolfs gestellt hat, kann man langsam anfangen, das Fleisch in die Öffnung des Fleischwolfs zu geben. Hier sollte nicht zu viel Fleisch auf einmal in die Öffnung gedrückt werden, um Verstopfungen des Geräts zu vermeiden: Siehe auch Beispiele im Fleischwolf Test.

Sobald alle Fleischstücke erfolgreich durch den Fleischwolf gedrückt wurden, sollten mit einem Spachtel die Reste vorsichtig gelöst und in die Schüssel gegeben werden.

Durch die lochartige Vorrichtung am Fleischwolf entstehen die gewohnten Fäden des Hackfleischs, welches sich jetzt Vollständig weiter verarbeiten lässt.

Es sollte darauf geachtet werden, dass das Fleisch zügig weiter verarbeitet wird und keine lange Stehzeit hat. Sollte das Fleisch nicht direkt weiter verarbeitet werden können, empfiehlt sich eine Aufbewahrung im Kühlschrank.

Wichtig ist zu beachten, dass Hackfleisch eine höhere Verderblichkeit besitzt als nicht gehacktes Fleisch. Dies liegt daran, dass durch die Herstellung die Membrane in den Fasern des Fleischs durch das Drücken durch die Löcher des Fleischwolfs, beschädigt werden. Hier sind typische angreifende Krankheitserreger die Salmonellen oder die Escherichia Coli Bakterien.